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175996

Pharmakotherapie kindlicher und jugendlicher Schizophrenien

C. Eggers B. Röpcke

pp. 144-159

Abstract

Schizophrene Psychosen stellen die Hauptindikation für den Einsatz von Psychopharmaka dar. In erster Linie sind es die Neuroleptika, die antipsychotisch wirksam sind. Aufgrund sorgfältiger nationaler und internationaler epidemiologischer und transkultureller Studien wird das lebenslange Risiko, an einer Schizophrenie zu erkranken, auf 0,5 – 1,7% geschätzt. Vor dem 10. Lebensjahr liegt das Morbiditeitsrisiko bei 0,5 – 1%, zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr bei 3 – 4% der Gesamterkrankung (Eggers 1973, Uschakov 1965). Daraus folgt, daß die empirische Erfahrungsgrundlage für eine Neuroleptikatherapie für diese Altersstufe relativ gering ist. Die Kinder- und Jugendpsychiater haben deshalb ihre eigenen Erfahrungen zu machen. Voraussetzung hierfür ist eine möglichst exakte Befunderhebung und Verhaltensbeobachtung (s. S. 156). Trotz einer reichen neuropharmakologischen Erfahrung in der Erwachsenen-psychiatrie sind noch viele Fragen offen. Das gilt insbesondere für Dosierungsprobleme, Kurzzeit- und Langzeiteffekte, Wirkungsgrundlagen und mögliche Interaktionen verschiedener Psychopharmaka untereinander.

Publication details

Published in:

Lehmkuhl Ulrike (1991) Therapeutische Aspekte und Möglichkeiten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Dordrecht, Springer.

Pages: 144-159


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DOI: 10.1007/978-3-642-76559-9_12

Full citation:

Eggers C., Röpcke B. (1991) „Pharmakotherapie kindlicher und jugendlicher Schizophrenien“, In: U. Lehmkuhl (Hrsg.), Therapeutische Aspekte und Möglichkeiten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Dordrecht, Springer, 144–159.